Deine Freundin Tina hatte beim letzten Snap plötzlich einen Bart und sah wie ein Timo aus? Dann hast du wohl schon Bekanntschaft mit dem Genderswap-Filter gemacht. Mit diesem Filter hat Snapchat großes Interesse geweckt: Wer will nicht wissen, wie er als Mann oder Frau aussieht? Und falls du mit dem Genderswap-Filter noch nicht so vertraut bist: Er legt sich wie eine zweite Haut über dein Gesicht und Simsalabim ist der Geschlechtertausch vollbracht. Wir verraten dir die größten Klischees und wenn du den Filter selber mal austesten möchtest, kannst du dich als Kunde einfach in unseren Wifi-Spots einloggen und hast auch unterwegs HighSpeed Internet.

Drei Männer mit dem Genderswap-Filter
Wir haben unsere hübschesten Jungs den Filter testen lassen. Dürfen wir vorstellen: Kardashians 2.0.

Ein Face App Filter, der vor Klischees nur so strotzt?

Schaust du dir die Filter genauer an, wird schnell klar: Hier kommt so ziemlich jedes Klischee zum Einsatz, das du kennst. Männergesichter sind vor allem ums Kinn um einiges schmaler, die Augenbrauen wirken frisch gezupft, die Augen werden größer und bekommen einen kleinen Anstrich. Nicht zu vergessen die rot eingefärbten Lippen, die doch wirklich jede Frau hat – oder etwa nicht? Natürlich darf da auch die schulterlange braune Mähne nicht fehlen und der Bart? Wie nass rasiert! Naja, wenigstens wird das Blondinen-Klischee nicht auch noch bedient.

Aber wenn wir uns die per Genderswap-Filter verwandelten Männer ansehen fällt auf: hier werden nicht nur Snapchat-Klischees bedient, sondern auch noch kleine Diven erschaffen. Die Männer sehen nicht nur plötzlich wie Frauen aus, sonder fühlen sich dadurch auch animiert sich wie eine zu bewegen. Sie fuchteln wild mit ihren Händen umher und machen auch mal ein Duckface. Ist doch das gleiche, was Frauen gerne vor der Linse machen?

Natürlich haben auch wir den Filter direkt mal getestet und es wurde schnell deutlich, das am Ende alle ziemlich gleich aussehen. Fast wie ein zweiter Kardashians Clan. Wo bleibt da also die Individualität? Nirgends! Das was Frauen so besonders und echt macht ist hier nicht mehr zu finden. Und eine Frau ist schließlich nicht nur weiblich, weil sie sich jeden Tag schminkt. Zumal jede vierte Frau täglich auf Make-up verzichtet. Gerade bei Frauen hat man längst die meisten Klischees abgelegt. Darauf hat die Pflegeprodukt-Marke Dove sogar eine ganze Kampagne gestützt: Sie verwendeten echte Frauen und keine Models. Denn für sie definiert sich eine Frau nicht durch Make-up, volle Lippen, eine kleine Nase und langes Haar.

Drei Frauen mit dem Genderswap-Filter
Was macht einen Mann zum Mann?

So viel digitaler „Macho“ steckt in den Frauen

Auch Frauen sind neugierig, wie sie in ihrer männlichen Version durch den Genderswap-Filter aussehen: Markante Gesichtszüge, geschmückt mit einem Drei-Tage-Bart, bringen die maskuline Seite deutlich zum Vorschein. Abgerundet mit buschigen Augenbrauen, einem Kurzhaarschnitt und einer größeren Nase, ist er fertig: der Durchschnitts-Mann! Auch beim Genderswap-Filter des vermeintlich starken Geschlechts leben Frauen jedes Klischees aus. Der Großteil lässt nämlich gerne mal den Macho raushängen: Wenn schon Mann, dann wenigstens richtig! Allgemein gilt: ohne die Klischees von Snapchat und der Nutzer wären Genderswap-Filter nur halb so witzig. Und da darf auch gerne mal das Klischee der Diva oder des Machos bedient werden.

Aber auch hier wird anhand unserer kleinen Bilderreihe deutlich: Mit einem Klick wurde der typische 08/15 Instagram-Influencer geschaffen. Nicht vorzustellen, wie langweilig die Männerwelt wäre, wenn wirklich alle Männer so aussehen würden. Da gäbe es dann keinen blonden Lockenkopf mehr wie Jay Alvarrez, den das ein oder andere Mädchen anschmachtet. Denn Männer müssen keinen Drei-Tage-Bart haben, oder markante Gesichtszüge wie Till Schweiger, um ein wahrer Mann zu sein.

Abgesehen von allen Klischees werden die Nutzer der Genderswap-Filter teilweise sogar richtig kreativ. Die Top 5 Verwendungen haben wir für dich zusammengefasst!

Die 5 witzigsten Genderswap-Filter Verwendungen

1

Family Time: Snapchat bietet viel mehr als nur einen Genderswap-Filter: Es gibt einen Baby-Filter, der dich wie ein Kleinkind aussehen lässt, und einen Hunde-Filter. So wird einfach mal eine ganze EIGENE Familie nachgestellt und du kannst absolut sicher sein, dass dein Kind ganz nach dir kommt.

2

It’s a Match: Weil Männer es ohnehin schon schwer auf Dating-Seiten haben, wollen einige das digitale Singleleben mal von der anderen Seite betrachten: Sie erstellen ein fake Tinder-Profil und fügen ein paar Bilder hinzu, die sie mit dem weiblichen Genderswap-Filter gemacht haben. Aufpassen ist angebracht: Die Fake-Mädels sehen täuschend echt aus!

3

In einer Beziehung: Langjährigen Singles sind besonders kreativ. So kam es dazu, dass sich Snapchat-Nutzer komplette Facebook-Profile mitsamt eigenen ins andere Geschlecht verwandelten Bildern als Partner erstellt haben. Da können wir nur sagen: die Beziehung wird wohl ewig halten!

4

Das Duett mit dir selbst: Auch musikalisch sind die Snapchat-Nutzer aktiv, indem sie einfach den einen Part im Seitenprofil singen. Denn nur, wenn das Gesicht vollständig gescannt werden kann, wird der Filter über das Gesicht gelegt. Den anderen Part dann einfach energisch direkt in die Kamera singen – und fertig ist die perfekte Performance.

5

Couple Goals: Viele ärgern auch ihren Partner mit den neuen Filtern: „Schatz, hast du Lust auf ein Pärchenfoto?“ Und während Schatz dann breit grinsend in die Kamera lächelt wird aus dem Partner plötzlich ein Buddy. Aber die hat man bekanntlich ja auch lieb.

Abschließend bleibt zu sagen, dass sich Männer und Frauen nicht durch bestimmte Gesichtszüge oder Merkmale definieren lassen. Trotzdem ist die Technik des Filters doch einfach beeindruckend und macht eine Menge Spaß, oder?