Es gibt Millionen von Apps, sei es für Android im Google Play Store oder für iOS im App-Store von Apple. Nicht wenige davon bestechen durch ihre verrückten, kuriosen und teils sinnlos anmutenden Funktionen. Wir stellen dir die skurrilsten Apps für dein Smartphone vor.

Lustige Apps – Spaßfaktor garantiert

Gemälde-Glamour dank Arts & Culture

Meinst du, dein Gesicht sei Millionen wert oder hast du es zumindest schon immer geahnt? Oder hat dir jemals jemand gesagt, du hättest ein „Gesicht, wie gemalt“? Dann bietet dir die Google-App Art & Culture die Möglichkeit, diese Thesen auf den Prüfstand zu stellen. Natürlich gibt es bereits Apps wie Famous Face, TwinsOrNot oder Foto-Matching, die in der Lage sind, angebliche Ähnlichkeiten deines Gesichts mit Prominenten auszumachen. Es gibt zahlreiche Apps, die imstande sind, vermeintliche Star-Doppelgänger von dir zu finden. Der Unterschied zur Art & Culture-App ist jedoch, dass die Vergleichsgrundlage hier berühmte Meisterwerke der Kunst aus aller Welt sind. Und so geht’s:

Du machst ein ganz gewöhnliches Selfie von dir. Die App durchkämmt dann in Sekunden die interne Kunstwerke-Datenbank und zeigt dir schließlich alle Gemälde, auf der sie optische Übereinstimmungen, Gemeinsamkeiten oder ähnliche Gesichtszüge etc. ausmachen kann. Dabei bedient sich die App vor allem gesichtsspezifischen Auffälligkeiten wie der Augenfarbe, einer großen Nase, sichtbaren und markanten Narben oder der Frisur. Der Clou: Wenn du ungläubig wegen dem Ergebnis sein solltest und dir selber ein Bild von deinem „Gemälde-Doppelgänger“ machen willst, kannst du dein künstlerisches Gegenüber gerne besuchen und dich mit eigenen Augen davon überzeugen, ob ihr künstlerisch-reale Gegenstücke zueinander seid. Die App liefert dir nämlich zusätzlich die spannende Info, wo auf der Welt das besagte Gemälde aufbewahrt oder ausgestellt wird.

  • Betriebssysteme: Android und iOS
  • Kosten: Komplett gratis

Tipps, wie du deine eigene App entwickeln kannst, erhältst du übrigens in der neuen Folge von Einfach Digital mit Anastasia.

Fake Call für den Notfall

Du sitzt im Café, erstes Date und weißt auch, es wird das letzte Treffen mit dieser Person sein. Das Problem ist nur: Wie wirst du ihn oder sie los? Wer holt dich da raus, wenn keine Freunde zur Stelle sind, um diesen Part zu übernehmen? Aber keine Panik! Erst einmal durchatmen, runterkommen und dann in aller Ruhe auf die App Fake Call zurückgreifen, die von Duygu Batkan entwickelt wurde. 

Individuell können sowohl Nummer, Foto als auch Klingelton des Pseudo-Anrufers ganz einfach eingestellt werden. Per Timer kannst du zudem die genauen Zeitpunkte der wie von Geisterhand erfolgenden Anrufe bestimmen. Auf diese Weise hast du für den Fall der Fälle einen Backup-Plan, um dich selbst aus unangenehmen Situationen zu befreien. Sollte jemand dies jedoch durchschauen, ist der Peinlichkeitsfaktor natürlich leicht außerhalb der Skala.

  • Betriebssysteme: iOS
  • Kosten: Komplett gratis
Kuriose Apps; Frauen lachen am SmartphoneHero Images/Getty Images
In der Welt der verrückten Apps gibt es eigentlich nichts, was es nicht gibt.

Hold The Button – Daumen drücken mal anders

Fehlt es dir an Beschäftigung und du suchst eine Herausforderung? Diese soll jedoch nicht zu anspruchsvoll und anstrengend sein? Und dennoch willst du dich mit den besten „dieses besonderen Faches“ messen und die internationale Highscore-Liste stürmen? Dann könnte Hold The Button genau das Richtige für dich sein. Alles, was du dafür tun musst: Den großen Knopf auf deinem Display drücken und nicht mehr loslassen.

Ob du diese einfach klingende Aufgabe als sinnvoll oder sinnfrei betrachtest, bleibt dir überlassen. Packt dich aber der Ehrgeiz, sind auch hier am Ende Durchhaltevermögen, stählerne Disziplin und der unbedingte Wille die Garanten zum Erfolg. Freunde und Familie könnten die Leidtragenden sein oder gar erbost reagieren, wenn du plötzlich ihre Anrufe ignorierst. Unser Tipp: Nie das Ladekabel zu Hause vergessen und vorher einige Übungen zum Kräftigen der Finger machen.

  • Betriebssysteme: Android
  • Kosten: Komplett gratis

Unterhaltung in jeder Lebenslage durch die Buzzfeed-App

Du willst Zugriff auf die schrillsten, erstaunlichsten und lustigsten Geschichten haben, die im Internet ihr Unwesen treiben und nur darauf warten, von dir als „leichte Kost“ konsumiert zu werden? Egal ob viraler Trend, Quiz oder skurrile Story, nichts bleibt vor der App Buzzfeed verborgen. Du wirst deinen Augen kaum trauen, was jeden Tag auf der Welt für unglaubliche Sachen passieren. Die App versorgt dich regelmäßig mit allen erdenklichen Themenbereichen und wird dir nicht nur permanent Lacher entlocken, dich verblüffen oder überraschen. Es wird dir auch stetig genug Gesprächsstoff für deinen Smalltalk mit Kollegen liefern oder für angeregte Unterhaltungen mit deinen Freunden. Aber wundere dich nicht, wenn du immer wieder die Frage hörst: „Woher weißt du das alles immer?“

  • Betriebssysteme: Android und iOS
  • Kosten: Komplett gratis

Refrigerdating – Die coole Art zu daten

Tinder war gestern, Elite Partner, Parship, Lovoo schon vorgestern. Die Gegenwart und die Zukunft brauchen coolere Dating-Apps, um Menschen zusammenzubringen. Das dachte sich wohl auch der südkoreanische Mischkonzern Samsung, der für innovative Technologien bekannt ist. Der Grundgedanke: Entfachen wir dort das Flirt-Feuer, wo es zu Hause bekanntlich am kältesten ist, nämlich im Kühlschrank. Klingt seltsam und unkonventionell. Ist es auch. Wer dennoch offen für Neues ist, könnte der coole Trendsetter beim Dating werden. 

Die Ausführung ist leicht. Du machst ein Foto von dem Inhalt deines Kühlschranks und lädst es in die Refrigerdating-App hoch. Frei nach dem Motto: „Zeig mir dein kühles Inneres und ich sage dir, ob es mein Inneres für dich erwärmt.“ Da Liebe durch den Magen geht, sei die Einordnung eines potenziellen Partners durch den Kühlschrankinhalt ein guter Indikator, so die Theorie. Gefällt dem Betrachter oder der Betrachterin die Speisenauswahl im Kühlschrank, dürfte es zwischenmenschlich dazu führen, dass beide Seiten schnell auftauen. 

  • Betriebssysteme: Erscheint in Kürze
  • Kosten: Komplett kostenlos

(Auf verrückte Weise) nützliche Apps

ParKing – Wo steht mein Auto?

Erinnerst du dich noch an die Filmkomödie Ey Mann, wo is‘ mein Auto? Vermutlich hat Tal Porat, der Anbieter der App ParKing diesen Streifen sehr oft gesehen und ein gravierendes Problem ausgemacht, das viele unserer Mitmenschen und gelegentlich auch uns persönlich betrifft: Wo habe ich bloß mein Auto abgestellt? Wenn die Erinnerung an den Parkplatz aus irgendeinem Grund versagt, dann hilft dir die ParKing-App weiter. Sie merkt sich den Abstellplatz deines Fahrzeugs. Dafür ist lediglich ein Klick nötig. Auch die Parkhistorie deines Autos wird im internen Speicher vermerkt und archiviert. Integrierte Navigation, ein Kompass oder gar per Bild den Aufenthaltsort des Autos zu vermerken, wenn man mal kein GPS-Signal hat, ist ebenfalls möglich.

  • Betriebssysteme: iOS
  • Kosten: Komplett gratis 

Type n Walk – Immer den Blick fürs Wesentliche behalten

„Kopf hoch. Augen auf. Pass doch auf, wo du hinläufst. Kein Wunder, dass du nicht siehst, was vor dir passiert, wenn du nur aufs Handy schaust.“ Diese Sätze könnten dem einen oder anderen vertraut erscheinen. Dass du auch mal gegen einen Pfeiler oder ein Schild läufst, jemanden versehentlich anrempelst oder in ein Schlagloch trittst, kann schon einmal vorkommen, wenn du gerade in einen Chat vertieft bist oder eine wichtige E-Mail beantwortest. Während des Textens kann es schon mal passieren, dass die visuelle Konzentration für die Geschehnisse vor dir stark eingeschränkt ist. 

Aber auch für dieses Problem gibt es eine raffinierte App-Lösung. Mit Type n Walk von CGactive LLC kannst du sicher deine Nachrichten schreiben und als Fußgänger die erforderliche Umsicht und Sorgfalt walten lassen. Die App bedient sich der Smartphone-Kamera und transferiert die vor dir liegende Umgebung in Echtzeit auf dein Display. Gleichzeitig kannst du auf dem transparenten Umgebungshintergrund weiterhin deine Nachrichten schreiben und parallel im Auge behalten, was vor dir passiert. Ein Muss für alle „Walking-Typer“.

  • Betriebssysteme: iOS
  • Kosten: 1,09 Euro

Anti Moskitos schlägt Blutsauger in die Flucht

Eine Anti-Mücken-App soll den blutsaugenden und nervig summenden Quälgeistern den Kampf ansagen. Die Funktion ist simpel. Die App generiert über die Smartphone-Lautsprecher einen Hochfrequenz-Ultraschallton, der für den Menschen nicht zu hören ist. Für Mücken hingegen soll der Ton unerträglich sein, weshalb sie sich lieber von dir fernhalten. Somit werden die unangenehmen Mückenstiche und das störende Summen unterbunden. Ob dies in der Praxis tatsächlich funktioniert, ist umstritten. Die Probe aufs Exempel kann jeder für sich machen, indem er sich die Anti Moskitos-App oder vergleichbare Alternativen herunterlädt. Varianten: Anti Mosquito – Sonic-Rebeller (Android), Mosquito Stop und Mückenschutz – Anti Mosquito (beide iOS).

  • Betriebssysteme: Android
  • Kosten: Komplett gratis
Kuriose Apps; Frauen mit SmartphoneLWA/Dann Tardif/Getty Images
Kuriose Apps sind oft wenig sinnvoll, machen dafür aber gute Laune.

„Appsurde” Anwendungen, die keiner braucht

I Am Rich Premium – „Sag mir, dass ich reich bin“

Der Hersteller Penitax hat sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Im Google Play Store ist die Scherz-App I Am Rich Premium zu finden. Diese Anwendung hat das Ziel, dir zu sagen, dass du reich bist. Zumindest reich genug, um sich den Luxus einer so teuren App (349,99 Euro) mit fragwürdigem Preis-Leistungs-Verhältnis leisten zu können. Im Gegenzug für den Erwerb der kostspieligen App kannst du dir (nach dem Hochladen eines Fotos) lustige Bilder von dir als wohlhabende, von Juwelen, Geldscheinen und unbezahlbaren Gegenständen umgebene Person anschauen. Erwähnenswert ist die Download-Zahl: Die App soll bereits zwischen 50.000-100.000 Mal heruntergeladen worden sein.

  • Betriebssysteme: Android
  • Kosten: 349,99 Euro

Nothing: Wer nichts will, bekommt auch nichts

Wem es auf seinem Smartphone an absurden und sinnlosen Apps mangelt, aber nichts Neues will, muss (fast) nichts dafür tun, damit sich dieser Zustand ändert. Mit der App Nothing haben Joshua Fields Millburn und Ryan Nicodemus eine Anwendung für die genügsamen Seelen unter uns erschaffen. Gemäß der Devise: Von nichts kommt nichts, also entwickle ich meine eigene App. 

Hast du die App auf deinem Handy installiert, kannst du dich selbst davon überzeugen, ob du tatsächlich nichts damit anfangen kannst. Nach dem Öffnen erscheint ein leerer, schwarzer Bildschirmhintergrund. Du kannst drauftippen, von rechts nach links oder von oben nach unten wischen oder das Smartphone schütteln. Aber egal, was du tust, es passiert rein gar nichts. Immerhin, diese App hält, was sie verspricht: „Wer nichts will, bekommt auch nichts.“

  • Betriebssysteme: Android und iOS
  • Kosten: Komplett gratis

Useless – Unnütze App für unnötige Aktivitäten

In einem Atemzug mit der Nothing-App ist Useless zu nennen. Die App ist nämlich in der Tat wirklich ohne Sinn. Öffnest du die App, siehst du lediglich einen Schieberegler. Diesen kannst du zwar von links nach rechts bewegen, aber er bewirkt rein gar nichts und ist somit „nutzlos“.

  • Betriebssysteme: Android
  • Kosten: Komplett gratis

Applaus für die Legislative – Die verrückte Seite der Gesetzgebung

Dass Gesetzgebung nicht immer rationalen Gedankengängen entspringt, beweist die App Verrückte Gesetze mit einem starken Plädoyer, das jede Jury überzeugt. War dir bekannt, dass Männer im US-Bundesstaat Pennsylvania keinen Alkohol ohne schriftliche Genehmigung ihrer Frauen kaufen dürfen? Oder wusstest du, dass es Frauen in Tucson, Arizona untersagt ist, Unterhosen zu tragen? Wenn du denkst, das wäre schon alles, was es an lustigen, skurrilen und verrückten Gesetzen gibt, befindest du dich am Rande der Rechtsunsicherheit und solltest dir schleunigst diese App auf dein Smartphone ziehen. Mit der Pro-Version wird dein digitales Gesetzbuch sogar noch um etliche, paradoxe Paragraphen erweitert.

  • Betriebssysteme: iOS
  • Kosten: Gratis oder Pro-Version für 0,79 Euro

S.M.T.H. – Wirf dein Handy in den Himmel

Kann man machen, muss man aber nicht. Mit der App Send me to Heaven, kurz S.M.T.H., kannst du dein Smartphone in die Luft schmeißen, hoffentlich wieder fangen und anschließend messen lassen, wie hoch du es geworfen hast. Wenn du es in die Bestenlisten schaffen willst, solltest du die 40-Meter-Marke anvisieren, denn so hoch haben es einige „Hochwurfspezialisten“ bereits geschafft. Ob auch die Anzahl zu Bruch gegangener Handys erfasst wird, ist nicht bekannt. Diese Frage sollte dann wohl dem Entwickler Petr Svarovky gestellt werden.

  • Betriebssysteme: Android
  • Kosten: Komplett gratis

Für alle Liebhaber des Skurrilen und Kuriosen sollten diese Apps einen guten Einstieg bieten und für reichlich Spaß sorgen. Und das Gute ist, wer digitales Blut geleckt hat, darf sich freuen. Es gibt noch unzählige weitere verrückte Apps, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Wenn du ebenfalls eine tolle Idee für eine App hast und sie auch gleich selbst entwickeln möchtest, solltest du dir die neue Folge von Einfach Digital anschauen, in der Anastasia erfährt, wie man dabei vorgehen sollte.