Für Kids, Teenager und Tweens ist TikTok ein digitales Wunderland. Es gibt jede Menge unterhaltsame Videos, Challenges, Trends, Creators und vieles mehr zu entdecken. Aber ist TikTok auch sicher? Wie funktioniert die Social Media Video App? Und wie kannst du TikTok für Kinder so einstellen, dass die Nutzung in puncto Datenschutz und Privatsphäre möglichst unbedenklich ist? Wir verraten dir, was du über die App wissen solltest.

Was ist TikTok?

TikTok ist eine Social Media Video App, die aus der erfolgreichen Plattform Musical.ly hervorging. Nachdem der chinesische Entwickler Bytedance sie erworben hatte, wurde sie nach dem Zusammenschluss beider Apps 2018 in TikTok umbenannt. Die App ist in erster Linie so erfolgreich, weil sie die besten Prinzipien vieler anderer Apps in sich vereint: Nutzer können ganz einfach 15- bis 60-sekündige Videoclips erstellen und mit einem Soundtrack unterlegen. Nach der Veröffentlichung werden die TikToks von der großen Community und ihren Followern gesehen, kommentiert und auch auf anderen Social Media Plattformen geteilt. Hinzu kommt, dass sich die eigenen Videos mit Instagram-ähnlichen Filtern und Effekten noch aufpeppen lassen.

Keine Frage: TikTok ist auch für Kinder eine geniale Spielwiese, um Ideen auszuprobieren und sich von anderen inspirieren zu lassen. Aber wie bei Social Media generell, dürfen die Reaktionen und Kommentare auf die eigenen Videos nicht zu ernst genommen werden oder gar das eigene Selbstwertgefühl bestimmen. Und nicht zuletzt besteht hier, wie auf vielen anderen Plattformen auch, die Gefahr des Cybermobbings.

Ist TikTok für Kinder geeignet?

Bedingt! Wenn sie ein gewisses Alter erreicht haben und mit sozialen Netzwerken umzugehen wissen, ist die Nutzung von TikTok überhaupt kein Problem. Offiziell muss man mindestens 13 Jahre alt sein, um ein Konto bei der Social Media Video App eröffnen zu dürfen. Empfohlen wird hingegen ein Alter von mindestens 16 Jahren, was besonders mit dem Thema Datenschutz zu tun hat (dazu gleich mehr). Was zudem bemängelt wird, ist die Tatsache, dass es keine Altersprüfung bei der Anmeldung gibt. So kann sich im Prinzip jeder anmelden, indem er einfach ein falsches Geburtsdatum angibt. Grundsätzlich solltest du also selbst entscheiden, wie und ab wann du die Nutzung erlauben willst.

TikTok und der Datenschutz

TikTok Nutzer können zahlreiche Informationen in ihrem Profil preisgeben. Laut den Regelungen der seit Mai 2018 in Kraft getretenen DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) handelt es sich dabei um personenbezogene Daten. Die datenschutzrechtlich einwandfreie Verarbeitung dieser Daten bedarf einer Einwilligung nach Art. 7 DSGVO, die erst ab einem Alter von 16 Jahren erteilt werden darf. Liegt das Alter bei der Anmeldung darunter, müssten die Betreiber von TikTok diese Einwilligung eigentlich bei den Eltern einholen. Und hier taucht wieder das Dilemma der fehlenden Altersprüfung auf. Zudem ist das Vorgehen in der Praxis wohl nur schwer umsetzbar.

Wie kann ich die Sicherheit meiner Kinder auf TikTok erhöhen?

TikTok gemeinsam entdecken, reden statt verbieten, Regeln vereinbaren und Urheberrechte beachten sind nur einige der Grundsätze, die TikTok für Kinder sicherer machen. Auch wirst du die Faszination, die dahintersteckt, bei einer gemeinsamen „Erkundung“ viel besser verstehen. Indem du klare Regeln setzt und mögliche Risiken besprichst, hast du schon viel für die Sicherheit, Privatsphäre und den Datenschutz deiner Kinder bei TikTok getan – zum Beispiel sollte unbedingt klar sein, wie sie damit umgehen, wenn andere Nutzer nach ihrem richtigen Namen, Wohnort, ihrer Adresse oder weiteren sensiblen Informationen fragen.

TikTok für Kinder: Vater und Sohn entdecken die App gemeinsam.Westend61 / Getty Images
Eltern können Social Media Apps auch mit ihren Kids gemeinsam entdecken – bei TikTok geht das am sichersten im privaten Modus.

Digital Wellbeing für TikTok

Mit der Digital Wellbeing-Funktion kannst du die Zeit begrenzen, die deine Kinder mit der App verbringen und auch unangemessene Inhalte blockieren. Das Timing sieht dabei Begrenzungen von 40, 60, 90 oder 120 Minuten pro Tag vor. Um die Funktion zu nutzen, tippst du einfach auf das Profil-Symbol in der unteren rechten Ecke. Über die drei waagerechten Punkte oben rechts gelangst du zum Bereich „Digital Wellbeing“. Hier aktivierst du die Bildschirmzeitverwaltung, die die Nutzung der TikTok App zeitlich beschränkt sowie auch den eingeschränkten Modus, der einige Inhalte blockiert.

Mehr Privatsphäre auf TikTok

Der effektivste Weg für mehr TikTok Sicherheit: TikTok für Kinder auf privat stellen. Allerdings solltest du dabei wissen, dass diese Funktion auch das Nutzungserlebnis erheblich einschränkt. Denn so können nur noch Personen, die eine Erlaubnis haben oder als Freunde akzeptiert sind, die Videos deiner Kinder sehen.

Und so geht´s: Tippe im Profil auf die drei waagerechten Punkte rechts oben und wähle dann „Privatsphäre und Sicherheit“. Mit dem Schieber stellst du das TikTok Konto deiner Kinder auf privat. Zudem findest du hier auch noch andere Einstellungen, mit denen du die TikTok Sicherheit deiner Kinder effektiv erhöhen kannst.

Ergebnis: mehr TikTok Sicherheit für deine Kinder!

Du siehst: mehr Datenschutz und Privatsphäre für die Nutzung der Social Media Video App zu schaffen, ist gar nicht so schwer. So kann TikTok für Kinder auch sicher genutzt werden – vorausgesetzt du hast ein Auge drauf. Und falls du noch mehr über den aktuellen Hype erfahren willst, haben wir dir in unserem TikTok App-Guide alles Wissenswerte bereitgestellt. TikTok bietet auch selbst einen eigenen Leitfaden für Digitale Parents an, mit dem du dich umfassend informieren kannst. Wir wünschen dir und deinen Kids viel Spaß mit der App!