Sie sind auf dem Schulhof allgegenwärtig, in Büros nicht mehr wegzudenken, fluten die sozialen Netzwerke, verzieren unsere Messages, lenken uns vom Ernst des Lebens ab und bereichern unseren Alltag – gemeint sind Memes! Wir heißen dich in der Memosphäre willkommen und verraten, was du über die witzigen Posts unbedingt wissen musst. 

Was viele Eltern noch aus dem Real Life unter der Bezeichnung gesellschaftliches Phänomen kennen, nennt sich im Internet kurz und bündig Meme. Diese Internet-Phänomene sind oft Ursache für digitale Missverständnisse und haben sich seit Ende der 90er Jahre aus ihrem verpixelten Nischendasein den Weg als neues Kommunikationsmittel der Digital Natives gebahnt. Dabei besteht das typische Meme aus einem Bild und einem markigen Spruch in fetter weißer Schrift. Memes können aber auch Aktionen, GIFs oder kurze Video-Clips sein. Die Erfolgreichsten werden millionenfach geteilt und sind weltberühmt. Wenn irgendetwas im Internet mal wieder so richtig viral geht, gibt’s dazu mit größter Wahrscheinlichkeit sofort unzählige Memes. Ob über Politik, Sport oder Katzen –innerhalb kürzester Zeit verbreiten sich die selbstgemachten Beiträge über die sozialen Netzwerke in der ganzen Welt. 

Was deine Kids bestimmt noch nicht wissen

Obwohl das Wort nach Jugendsprache klingt, verbirgt sich hinter dem Meme ein hochkomplexes Thema. Der englische Begriff ist nämlich schon weitaus älter als der eigene Nachwuchs. Geprägt wurde er in den siebziger Jahren von Richard Dawkin. Der Biologe nannte menschliche Verhaltensweisen und Ideen, die sich durch Kopieren weiterverbreiten, Meme. Das Wort ist abgeleitet vom griechischen Begriff Mimesis, was übersetzt Nachahmung bedeutet.

Dawkin entwickelte dazu eine Art Evolutionstheorie: Erfolgreiche Memes verbreiten sich automatisch weiter, während andere in der Informationsflut untergehen. Aber zurück zu den Smartphones unserer Jugend: Hier stehen Memes in erster Linie für Bilder mit witzigen Sprüchen, die man auf Seiten wie 4Chan, Reddit oder auch 9gag findet und mit seinen Freunden teilt. Dabei trifft das von Dawkin beschriebene Kopieren gleich auf mehrere Eigenschaften dieser Internet-Memes zu. Zum einen sind sie in der Regel aus schon existierendem Bildmaterial gebaut, zum anderen werden die beliebtesten dann so oft wie möglich reproduziert.

 

Wer diese Memes nicht kennt, hat was verpennt

Heute können wir bereits auf eine lange Erfolgsstory der Internet-Memes zurückblicken. Einige sollte eigentlich jeder kennen, der die letzten 25 Jahre nicht hinterm Mond gelebt hat. Wer trotzdem keine kennt, für den haben wir hier ein paar der wichtigsten Vertreter ihrer Art rausgesucht:

Hampton, der Hamster, war mit dem Hampster Dance Song 1997 eines der ersten Memes der Pixelära.
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Mit Witzen über seine übermenschlichen Kräfte erlebte Chuck Norris 2005 sein Comeback im Internet. 
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Rest in Peace Grumpycat! Mit ihrem ständig schlecht gelaunten Gesicht war sie die wohl bekannteste Katze der Welt und Vorlage für tausende Memes. Ihr Instagram Account hat über 2,4 Millionen Abonnenten.
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Das Troll Face hat seinen Erschaffer über 100.000 Dollar reicher gemacht und gab allen Cyber-Provokateuren ein Gesicht im Internet.
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2013 fluteten Videos das Netz, die zeigten, wie Leute zu dem Song Harlem Shake abzappeln. Weitere Wellen von Dance-Memes folgten, mit dem Megahit Gangnam Style oder dem Fortnite Dance.

 

Die Shooting Star-Memes katapultieren ihre Protagonisten zu dem gleichnamigen Song zuckend ins Universum.   
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Dieses Beispiel aus 2019 zeigt, wie Memes immer aktuelle Themen aufgreifen: noch vor Erscheinen des iPhone 11 kursierten schon unzählige Memes im Internet, welche die multiple Kamera parodieren.     
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Die lustigen Bildchen werden gerne zur Satire von Ereignissen in der Politik genutzt. Ein sehr Populäres war #Neuland, hier hat sich 2013 eine Aussage Merkels verselbstständigt.
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Memes können auch Aktionen im Real Life sein, die übers Netz verbreitet werden. Die wohl bekannteste war die Ice Bucket Challenge. Vor kurzem stand noch die geplante Stürmung von Area 51 ganz hoch im Kurs. 
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LOL Cats: Mit dem Siegeszug der Katzenvideos kamen auch die LOLCats –LOL steht dabei für „Laugh Out Loud“.      
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Bock auf mehr Memes?

Ganz klar: Die Memosphäre ist ein offener Kosmos, in der die digitale Generation durch kleine Bildchen große Aufmerksamkeit erzeugt. Verfolgen, was gerade angesagt ist, kannst du auf der größten Meme Database knowyourmeme.com. Hier kann sich jeder an der Meme-Kultur beteiligen und vielleicht sogar den nächsten großen Hype kreieren. Mit einem der zahllosen Meme-Generatoren machst du auch ganz einfach deine eigenen Memes. Also: worauf wartest du noch?