Snapchat hat es vor-, Instagram nachgemacht und zum Schluss hat der Messenger-Platzhirsch sie übernommen: die bereits vor zwei Jahren eingeführte WhatsApp Status-Funktion, mit der du Statements, Fotos und Videos von 30 Sekunden Länge für genau 24 Stunden teilen kannst. Warum die Funktion aktuell wieder Gesprächsthema und gerade bei älteren Nutzern beliebt ist, wie viele den WhatsApp Status tatsächlich nutzen und welche Funktionen es gibt, erfährst du hier.

Was ist der WhatsApp Status?

Mission Impossible lässt grüßen: Mit WhatsApp Status kannst du mehrere Texte, Fotos, Videos sowie GIFs hintereinander teilen und empfangen, die nach 24 Stunden automatisch wieder verschwinden. Damit das funktioniert, müssen du und deine Kontakte nur eure Telefonnummern gegenseitig im Adressbuch gespeichert haben.

Die Funktion ist mittlerweile fest in das WhatsApp-Messenger-Universum integriert: Antwortest du auf einen Status, so fängst du auch einen neuen Chat mit der Person an. Und damit die Person auch gleich weiß, worum es geht, erhält sie im Chat ein Vorschaubild des verknüpften Status.

Wer nutzt die Status-Funktion?

Als WhatsApp den Status 2017 eingeführt hat, gingen die Meinungen noch auseinander. Gerade jüngeren Usern war die neue Funktion nur ein Schulterzucken wert. Klar: Sie nutzten schon lange Snapchat und Instagram, um ihre Storys zu verbreiten, und waren der Meinung, dass beide Social Media Apps viel anonymer sind. Das häufigste Kontra-Argument: Wer will sich denn bei all seinen Telefonkontakten zum Affen machen?

Andersherum argumentierten viele, dass gerade der WhatsApp Status sich abseits aller Hipsterness und Selfie-Beweihräucherung wunderbar eignen würde, um seinen Alltag ungezwungen zu teilen. Gerade ältere Menschen nutzen die Funktion, um zum Beispiel Daheimgebliebenen Fotos und das Tagesprogramm aus dem Urlaub zu präsentieren. Da wird jeder Aperol Spritz mit einem neuen WhatsApp Status kommentiert!

Familie versendet mit dem WhatsApp Status Bilder.Westend61 / Getty Images
Beliebt bei Jung und Alt: mit dem WhatsApp Status Bilder an alle Kontakte senden.

Wie viele nutzen die Status-Funktion des Messengers Nr. 1?

Seit der Einführung in 2017 haben sich die WhatsApp Status-Nutzerzahlen gut entwickelt. Von ehemals 1,75 Millionen Nutzern ist die Zahl bis heute (Stand 1. Quartal 2019) auf insgesamt 500 Millionen Nutzer angewachsen. Da die weltweite Gesamt-Nutzerzahl von WhatsApp bei 1,5 Milliarden liegt, nutzt also immerhin ein Drittel die Funktion regelmäßig. Zum Vergleich: Die Nutzerzahl von Instagram Stories liegt ebenfalls bei 500 Millionen und für Facebook Stories gibt das soziale Netzwerk selbst einen Wert von 1,5 Milliarden Nutzern an.

Nutzerzahlen im Überblick:

  • 500 Millionen nutzen die WhatsApp Status-Funktion
  • Bei 1,5 Milliarden Gesamt-Nutzern setzt ein Drittel die Funktion ein
  • Instagram Stories wird ebenfalls von 500 Millionen genutzt
  • Facebook Stories kommt auf eine Nutzerzahl von 1,5 Milliarden

Es fällt auf: Die Nutzerzahlen steigen auf allen Plattformen stetig an. Das bedeutet: Die Verlagerung hin zu einer privateren Online-Kommunikation mit einer begrenzten Verfügbarkeit von Inhalten ist in vollem Gang. Im gesamten Facebook-Kosmos verlagert sich die Nutzung immer mehr von den Feeds in Richtung Storys und private Bereiche

Wie erstelle ich einen Status?

Die Nutzung von WhatsApp Status ist ganz leicht. Dabei beziehen sich die folgenden Angaben auf iOS, wobei die Bedienung mit Android ganz ähnlich oder gleich ist. Um einen Status zu erstellen, tippst du einfach auf das Status-Icon unten in WhatsApp. Mit dem Stift-Icon kannst du dann ein Update texten, die gewohnten Emojis hinzufügen und mit dem Farbpaletten-Symbol eine Hintergrundfarbe auswählen. Mit einem Tipper auf „Senden“ schickst du deinen WhatsApp Status in den digitalen Kosmos.

Kann ich in den WhatsApp Status auch Bilder einfügen?

Nichts leichter als das: Dazu tippst du unter beim Status einfach auf das Kamera-Symbol. Jetzt kannst du entweder ein Foto, kurzes Video sowie GIF aufnehmen oder auch ein vorhandenes Bild auswählen. Gib anschließend noch eine passende Bildunterschrift ein und tippe auf „Senden“, um deinen WhatsApp Status mitsamt Bild zu teilen.

Wie kann ich meine Status-Update ändern oder löschen?

Du hast ein peinliches Bild oder Video geteilt? Okay, jetzt bloß keine Panik bekommen: Du kannst nämlich alles wieder löschen. Gehe dazu einfach in die Übersicht und klicke auf den Status, den du löschen willst. Tippst du dann in der Status-Ansicht auf die drei Punkte und wählst „Löschen” aus, verschwindet dein WhatsApp Status für immer im digitalen Nirvana.

Übrigens: Mit dem Auge-Symbol siehst du genau, wie viele und wer deiner Telefonkontakte sich deinen WhatsApp Status bereits angeschaut hat. Auch wenn du ihn dann nachträglich löschst: Völlig ungesehen kannst du ihn leider nicht mehr machen.

Frau nutzt den WhatsApp Status für Bilder von sich selbst.Halfpoint Images / Moment / Getty Images
Auf die Message kommt es an: Wer seinen WhatsApp Status kreativ nutzt, dürfte viele Betrachter einfangen.

Kann ich nervende Status-Poster stummschalten?

Ja, das funktioniert zum Glück ganz einfach: Gehe dazu in die Übersicht und wische den Status eines notorischen Störenfrieds nach links. Es erscheint ein seitliches Menü, in dem du auf „Stumm“ tippst. Jetzt brauchst du deine Wahl nur noch einmal kurz bestätigen und schon wirst du von nervenden Status-Postern verschont. Du findest sie anschließend unter „Stumme Meldungen“, wo du sie auf die gleiche Art und Weise ganz einfach wieder entsperren kannst.

Wie kann ich meinen Status verbergen?

Auch wenn der Status standardmäßig mit allen Kontakten geteilt wird, kannst du ihn für mehr WhatsApp-Privatsphäre immer noch vor einem bestimmten Personenkreis verbergen – zum Beispiel vor deinen Arbeitskollegen, die du mit deinen Urlaubsbildern nicht vorsätzlich neidisch machen willst.

So geht’s: Tippe in der Statusübersicht auf „Datenschutz“, um Änderungen vorzunehmen. Der erste voreingestellte Punkt „Meine Kontakte“ bedeutet, dass du deinen WhatsApp Status mit allen deinen Kontakten teilst. Mit „Meine Kontakte außer …“ wählst du genau die Leute aus, die deinen Status nicht sehen sollen. Und mit „Teilen nur mit …“ wählst du einen sehr engen Personenkreis aus, der deinen Status sehen darf. Falls du hier niemanden auswählst, ist die WhatsApp Status-Funktion quasi tot und wirklich niemand kriegt mit, was du für Updates postest.

Was neu und warum der WhatsApp Status aktuell Gesprächsthema ist

Weil die Funktion ein Update erhalten soll, die das Crossposting zwischen verschiedenen Apps möglich macht. Aktuell befindet es sich noch in der Testphase und nur ausgewählte Beta-Nutzer haben die Möglichkeit, ihren WhatsApp Status direkt mit Facebook Stories, Instagram, Gmail sowie auch Google Photos zu teilen. Andersherum sollen dann auch Nutzer von Instagram oder Facebook Stories ihre Meldungen über den beliebten Messenger verbreiten können.

Und bevor jetzt alle wieder aufschreien: Laut WhatsApp ist die Privatsphäre dabei gesichert, denn es werden keine Accounts direkt miteinander verbunden. Getreu dem Motto „What happens in WhatsApp, stays in WhatsApp“ soll es dabei auch keinen Automatismus geben, der deinen Status oder deine Storys ohne Einwilligung teilt – denn Nutzer müssen die Funktion erst selbst aktivieren, um sie nutzen zu können. Aber ja: Es ist nur eine Frage der Zeit und auch eine ganz offensichtliche Strategie, die Messenger der drei Facebook-Plattformen Instagram, WhatsApp und Facebook immer stärker miteinander zu verbinden. In diesem Sinne: fröhliches WhatsApp Status-Teilen!